Wenn alte ERP-Systeme in der Medizintechnik zum Risiko werden!

Jens Fröhlich
Jens Fröhlich
Principal Consultant Operations – Portfoliomanagement MEDTEC

Die Digitalisierung der Medizintechnik steht an einem Wendepunkt. Viele Unternehmen sehen sich aktuell mit der Herausforderung konfrontiert, dass ihre langjährig eingesetzte Unternehmenssoftware vor einem grundlegenden Technologiewechsel steht. Was auf dem Papier nach Modernisierung klingt, entwickelt sich in der Praxis oft zu einer komplexen Transformation.

Gerade kleinere und mittelständische Medizintechnikunternehmen stehen dabei vor einer schwierigen Situation: Sie müssen eine neue Softwaregeneration einführen, Prozesse anpassen, Mitarbeiter schulen und gleichzeitig regulatorische Anforderungen erfüllen. Die tägliche Arbeit, die Produktentwicklung, die Qualitätssicherung und das operative Geschäft laufen jedoch unverändert weiter.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht:
Wie komme ich auf die nächste Softwareversion?

Sondern:
Wie schaffe ich eine stabile, regulatorisch sichere und langfristig tragfähige Basis für die nächsten zehn Jahre?

Der Preis eines Plattformwechsels wird oft unterschätzt

In regulierten Branchen wie der Medizintechnik bedeutet ein ERP-System weit mehr als Auftragsverwaltung und Buchhaltung.

Artikelstammdaten, Chargen- und Seriennummern, Reklamationen, CAPA-Prozesse, UDI-Daten, Qualitätsnachweise, Servicehistorien und Marktüberwachung bilden heute ein eng verknüpftes Ökosystem. Die regulatorischen Anforderungen aus MDR, ISO 13485, FDA und internationalen Märkten machen diese Daten zur Grundlage der Unternehmenssteuerung.

Wenn im Zuge eines Technologiewechsels Prozesse neu aufgebaut werden müssen, entstehen häufig:

  • zusätzlicher Validierungsaufwand
  • Migrationsrisiken
  • Medienbrüche
  • Schulungsaufwand
  • höhere Projektkosten
  • eingeschränkte Zukunftsfähigkeit

Viele Unternehmen stellen dabei fest, dass ein reiner Wechsel auf eine neue Softwaregeneration nicht automatisch die zukünftigen Herausforderungen löst.

Warum die Medizintechnik heute mehr braucht als Standard-ERP

Die regulatorischen Anforderungen werden nicht weniger. Im Gegenteil.

MDR, PMS, Vigilanz, UDI, Rückverfolgbarkeit, Lieferkettendokumentation, Qualitätsmanagement und zunehmend auch Anforderungen an Datenqualität und KI-Nutzung erzeugen immer größere Mengen regulatorisch relevanter Daten.

Genau deshalb wurde medtec365 nicht als Standardsoftware mit einigen Branchenfunktionen entwickelt.

medtec365 wurde speziell für Medizinproduktehersteller, Händler und Inverkehrbringer konzipiert und erweitert Microsoft Dynamics 365 Business Central um tief integrierte Branchenfunktionen. Dazu gehören unter anderem:

  • Chargen- und Seriennummernrückverfolgung
  • UDI-Management und EUDAMED-Unterstützung
  • Reklamationsmanagement
  • CAPA-Prozesse
  • Qualitätsmanagement
  • Geräte- und Servicehistorien
  • Zulassungs- und Zertifikatsmanagement
  • Audit-Trail-Funktionen
  • PMS- und Vigilanz-nahe Prozesse
  • Service- und Wartungsmanagement

Zukunftssicherheit statt erneuter Systemwechsel

Ein weiterer Aspekt wird häufig übersehen: Unternehmenssoftware wird heute nicht mehr für die nächsten drei Jahre ausgewählt, sondern für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre.

medtec365 basiert auf Microsoft Dynamics 365 Business Central, einer weltweit eingesetzten Cloud-Plattform mit international verfügbaren Lokalisierungen, kontinuierlicher Weiterentwicklung und einer klaren Zukunftsstrategie für Unternehmenssoftware, DMS, CRM und KI.

Für wachsende Medizintechnikunternehmen bedeutet das:

  • internationale Skalierbarkeit
  • weltweite Verfügbarkeit
  • moderne Cloud-Technologie
  • Integration in die Microsoft-Plattform
  • Investitionssicherheit
  • kontinuierliche Weiterentwicklung statt Plattformbruch

Validierung ohne Schrecken – mit „eingebauter“ KI

Für viele kleinere Unternehmen ist die Validierung eines ERP-Systems eine der größten Hürden.

Genau hier setzt der medtec365-Ansatz an.

Mit standardisierten Referenzprozessen, Testautomatisierung und einem strukturierten Validierungspaket kann der Validierungsaufwand deutlich reduziert werden. Das Konzept orientiert sich an aktuellen Ansätzen wie GAMP 5 Second Edition und CSA. Bestandteil sind unter anderem Risikoanalysen, Testpläne, Validierungsdokumentation, wiederverwendbare Testautomatisierung und ein KI-Leitfaden für den regulatorischen Umgang.

Das Ziel lautet nicht, mehr Dokumentation zu erzeugen! Das Ziel lautet, regulatorische Sicherheit mit vertretbarem Aufwand zu erreichen.

Auch für kleinere Unternehmen verfügbar

Vielleicht die wichtigste Neuigkeit:

Viele Unternehmen gingen bisher davon aus, dass eine spezialisierte Branchenlösung für Medizintechnik wie medtec365 außerhalb ihres Budgets liegt.

Mit einem neuen Einführungskonzept wurde genau für diese Zielgruppe ein Ansatz entwickelt, der speziell auf kleinere Medizintechnikunternehmen zugeschnitten ist. Das Konzept basiert auf vorkonfigurierten Referenzprozessen, einem klar definierten Projektumfang, integrierten Branchen-Best-Practices und einem enthaltenen Validierungspaket.

Nach der initialen Einführung bleiben alle Optionen bestehen, weiter mit und durch die Lösung medtec365 zu wachsen, zukunftsorientiert und technologisch immer aktuell.

Damit erhalten auch Unternehmen mit begrenzten Ressourcen Zugang zu einer Plattform, die bisher häufig nur größeren Organisationen vorbehalten war.

Fazit: Der richtige Zeitpunkt ist jetzt, um die Weichen neu zu stellen

Technologiewechsel sind immer ein guter Anlass, die eigene IT-Strategie zu hinterfragen.

Wer ohnehin vor Veränderungen steht, sollte nicht nur über die nächste Version nachdenken, sondern über die nächsten zehn Jahre.

Die entscheidenden Fragen lauten:

  • Ist die jetzige Plattform international zukunftsfähig?
  • Unterstützt sie regulatorische Anforderungen bereits im Standard?
  • Lässt sich der Validierungsaufwand beherrschen?
  • Wächst die Lösung mit meinem Unternehmen mit?
  • Gibt es einen deutschen, langfristig orientierten Partner mit Branchenkompetenz?

Für viele Medizintechnikunternehmen könnte genau jetzt der richtige Zeitpunkt sein, diese Fragen neu zu beantworten.

Sie möchten wissen, wie ein modernes ERP- und Compliance-Konzept speziell für kleinere Medizintechnikunternehmen aussehen kann? Dann sprechen Sie mit uns. Oft reichen bereits 60 Minuten, um Chancen, Risiken und mögliche Wege zu bewerten.

Sie möchten mehr erfahren?

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Branchenseite für Medizintechnik.

Für ein persönliches Gespräch steht Ihnen Kristina Dönninghaus gerne zur Verfügung:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Image
Kontakt