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KI im Sanitätshaus: Vom digitalen Assistenten zum digitalen Kollegen

Wolfgang Renner

Wolfgang Renner

Leitet den Bereich Gesundheitsmarkt und Medizintechnik der KUMAVISION und verantwortet in dieser Funktion auch das Qualitätsmanagement

Fachkräftemangel, Kostendruck, wachsende Komplexität: Im Sanitätshaus stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt, sondern wo sie wirklich einen Unterschied macht. 

In diesem Beitrag geben wir einen Einblick, wie sich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Sanitätshaus gerade verändert. Außerdem gehen wir der Frage nach, warum die eigentliche Herausforderung nicht im KI-Modell, sondern im Prozessverständnis liegt.

Von Assistenten zu Agenten

Nach den KI-Assistenten, die Fragen beantworten, übernehmen KI-Agenten die nächste Stufe: Sie sollen zukünftig Entscheidungen treffen, Prozesse anstoßen, wie digitale Teammitglieder mitarbeiten – je nach Szenario mit menschlicher Freigabe oder vollständig automatisiert. Im Sanitätshausalltag heißt das konkret:

  • Eingangsrechnungen verarbeiten und prüfen
  • Disposition und Tourenplanung unterstützen
  • E-Rezepte mit Verträgen und Hilfsmittelverzeichnissen abgleichen
  • Termine vereinbaren und Versorgungen überwachen
  • Auswertungen für das Controlling erstellen
  • Fragen von Patientinnen, Patienten und Angehörigen rund um die Uhr beantworten – in der jeweiligen Muttersprache

Der eigentliche Gamechanger sitzt im Prozess

Der spürbare Wettbewerbsvorteil entsteht aus unserer Sicht nicht durch einzelne KI-Funktionen, sondern durch durchgängige End-to-End-Prozesse innerhalb der ERP-Branchensoftware KUMAVISION healthcare365: Fehlen Daten, werden sie recherchiert. Sind Rückfragen nötig, stößt der Agent sie selbstständig an. Sind Folgeprozesse erforderlich, laufen sie direkt in der Branchensoftware weiter. Das Ergebnis sind nicht nur schnellere, sondern vor allem konsistentere Abläufe. Mit weniger Retaxrisiken und besserer Versorgungsqualität.

Digitale Kollegen, menschliche Stärke

Gerade weil erfahrenes Personal im Sanitätshaus schwer zu finden ist, wird KI strategisch relevant: Sie unterstützt neue Mitarbeitende dabei, in Sekunden Hilfsmittelverzeichnis, Verträge und Herstellerkataloge zu durchdringen und Kundinnen und Kunden verständlich durch Produktalternativen zu führen. Die eigentliche Aufgabe für die Teams: lernen, souverän „Chef" dieser digitalen Kollegen zu sein.

Nicht jede Aufgabe ist ein KI-Use-Case

Der unbequeme Teil vieler KI-Beratungen: Ein beachtlicher Teil der Kundenwünsche lässt sich bereits heute mit unserer Branchensoftware oder bewährten Automatisierungslösungen wie Microsoft Power Automate besser lösen – ganz ohne KI.

Die entscheidende Frage vor jedem Projekt lautet deshalb nicht „Wo setzen wir KI ein?", sondern „Wo wollen wir besser werden?"

Was das für Sie bedeutet

Ob E-Rezept-Integration, Datensicherheit bei generativen KI-Lösungen oder die richtige Wahl des Software-Partners: Die Antworten sind differenzierter, als der aktuelle KI-Hype vermuten lässt und genau darin liegt für Sanitätshäuser die Chance, sich wirklich zu unterscheiden.

"Denn eines zeigt die Praxis deutlich: Nicht jede Aufgabe braucht KI. Aber viele werden mit KI plötzlich sehr viel besser."

Wolfgang Renner - Sales Division Manager Healthcare, KUMAVISION

Mit einer tragfähigen KI-Strategie, die im operativen Tagesgeschäft nachhaltig Mehrwerte generiert. Dazu beraten wir Sie gerne.

Sie möchten tiefer einsteigen

Diesen Beitrag haben wir gemeinsam mit Thomas Kugel, Principal Consultant für Digitalisierung bei KUMAVISION, als ausführlichen Fachartikel für die Zeitschrift GesundheitsProfi erstellt. Darin ordnen wir unter anderem ein, welche Rolle das E-Rezept als Digitalisierungsturbo spielt, wie sich KI-Sicherheit in der Praxis absichern lässt und welche Anforderungen künftig an Software-Partner gestellt werden.

Fachartikel "KI im Sanitätshaus" GesundheitsProfi 07/2026 lesen (PDF)

Sie möchten mehr erfahren?

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Branchenseite für Hilfsmittelleistungserbringer.

Für ein persönliches Gespräch steht Ihnen Kristina Dönninghaus gerne zur Verfügung:

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